Etwas zu können ist gut

Kompetenzberatung

Hanna Sostak

Etwas zu können ist gut  – aber was bringt es, wenn keiner davon weiß?

Auf die Frage “Was können Sie?” kommt nicht selten ein Schulterzucken und die verlegene Antwort: “Das müssen Sie andere Leute fragen” oder “schauen Sie doch in meinen Zeugnissen nach.” Aus verschiedenen Gründen betrachten viele Menschen ihre Fähigkeiten und Kompetenzen als etwas, worüber nicht sie selbst, sondern andere zu urteilen haben. Durch diese Haltung werden berufliche Chancen verhindert.

Arbeitgeber/innen wissen zu wenig über die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter/innen

Hinsichtlich des “War of Talents” werden Personaler zunehmend dafür kritisiert, dass sie sich zu sehr auf die Rekrutierung von “High Potentials” konzentrieren, anstatt die bereits vorhandenen Talente und Kompetenzen im Unternehmen optimal zu nutzen. Diese Situation hat die Nachfrage nach Verfahren zur Kompetenzfeststellung in den vergangenen Monaten erhöht. Als zertifizierte Ausbilderin für ein Verfahren zur Kompetenzermittlung (ProfilPASS) nehme ich wahr, dass unter den Teilnehmer/innen meiner Kurse der Anteil der Personalentwickler/innen zunimmt. Das Anliegen der Teilnehmer/innen ist es, Methoden zur Sichtbarmachung der Kompetenzen und Ressoucen im Unternehmen zu implementieren. In Anbetracht des vielbeklagten Fachkräftemangels und demographischen Wandels, werden Unternehmen, die langfristig erfolgreich bleiben wollen, um die Optimierung ihres Talentmanagements nicht umher kommen.

Wir brauchen Leute, die wissen was sie können und was sie wollen

Gute Mitarbeiter sind die wichtigsten Faktoren für Unternehmenserfolge. Wer sich als Unternehmer/in auf die Kompetenzen und Spezialisierungen seiner/ihrer Mitarbeiter/innen verlassen kann, kann sich voll auf die Weiterentwicklung des Unternehmens konzentrieren. “Ich will, dass meine Leute richtig gut sind”, sagte neulich die Geschäftsführerin eines sehr erfolgreichen sozialen Unternehmens, die mit der ProfilPASS-Methode vertraut ist. “Ich führe mein Unternehmen auf Augenhöhe. Dafür ist es zwingend erforderlich, dass meine Mitarbeiter/innen wissen, was sie können und wollen”, sagte sie.

Wer ist zuständig das herauszufinden?

Ist es die Aufgabe er Unternehmen, die Fähigkeiten und Talente ihrer Mitarbeiter/innen zu entdecken? Sind es die Arbeitsagenturen und JobCenter, die dafür zu sorgen haben, dass die Potenziale ihrer Kunden/innen analysiert werden? Sind es die Schulen, die Jugendliche dafür sensibilisieren sollten, wo (unabhängig von Schulnoten) ihre Stärken und Talente liegen?

Selbstbewusstsein = Sich seiner Selbst bewusst sein

Mitarbeiter/innen werden für ihr Können eingestellt, daher interessieren Unternehmen sich in erster Linie für die Kompetenzen der Bewerber/innen. Mein Tipp an alle, die sich beruflich verändern wollen: “Machen Sie es sich und potenziellen Arbeitgeber/innen leichter, indem Sie sich selbst Klarheit über Ihre Kompetenzen verschaffen.”  Menschen, die wissen, was sie können und was sie wollen, treten in der Regel selbstbewusster auf, als diejenigen, die sich darüber nicht bewusst sind. Wer sich seiner Selbst bewusst ist, kann konkruent und auf Augenhöhe kommunizieren, um so die passende (wesensgerechten) Arbeitsstelle einnehmen zu können.

Das Profil zu kennen ist der Schlüssel zur passenden Arbeit

Als Beraterin und Coach begleite ich seit über 15 Jahren Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen bei beruflichen Veränderungen. Die Erfolge meiner Klienten/innen bestätigen mich in meiner Überzeugung, dass das Bewusstsein über Kompetenzen, Präferenzen und Konditionen der Schlüssel zur passenden Arbeit ist. Wer sich bewusst macht, was er/sie kann, mag und braucht, entwickelt einen geschärften Sinn für die passende Arbeit. Ich benutze gern das Bild: die Welt mit polierten Antennen wahrnehmen. So finden Bewerber/innen die passenden Stelen und Personaler/innen das passende Personal.

Ich biete neben Coachings zur Berufsorientierung und Profilbildung auch Fortbildungen für Kollegen/innen (Trainer/innen, Coaches, Personaler/innen, Sozialpädagigen/innen, etc. ) an. Mehr darüber finden Sie unter: www.dialogzentrum-berlin.de.

(c) Hanna Sostak