Abi 2015 – und dann?

Berufsorientierung für junge Erwachsene

… und was machst Du nach der Schule?

Die Abi-Phase 2015 hat begonnen.

Die meisten SchülerInnen werden auch in diesem Jahr die Prüfungen bestehen und dann irgendwie versuchen, einen Studienplatz zu ergattern. Die Kriterien für das gewählte Studienfach liegen auf der Hand:

1.) die Abinoten 2.) die Attraktivität der Unistadt 3.) die Attraktivität des Studienfaches

1.) Wer sein Abitur mit einem Einserschnitt abschließt scheint geradezu gezwungenermaßen ein Studienfach mit einem hohen NC zu wählen. Jetzt mach was draus! ist der Ratschlag, der junge Menschen in Sparten treibt,  die nur für die „Besten“ vorbestimmt zu sein scheinen. Auf der anderen Seite scheinen diejenigen, die das Abi gerade mal so bestanden haben, in diesem Jahr kaum Chancen auf einen Studienplatz zu haben. Die Berufswahl wird zum Lotteriespiel. Auch eine Ausbildung wird in Betracht gezogen. Die Strategie ist: Erst einmal überall bewerben und dann das nehmen, was kommt.

2.) Diejenigen, die Lust haben, was Neues zu erleben und endlich aus ihrem gewohnten Umfeld rauszukommen, suchen sich je nach Interessenlage Studienorte, die ihnen das angestrebte Umfeld bieten können.

3.) Wer zu den geschätzten 5 – 10 Prozent  gehört, die schon als Kind genau wussten, was ihre Berufung ist, wählt den Ausbildungs- oder Uniplatz nach dem Fach aus und sucht Wege, die zu diesem Ziel führen. Spätestens jetzt werden sie von ihren MitschülerInnen für diese Klarheit beneidet.  In der klassischen Berufsberatung werden die jungen Menschen von zumeist professionellen ExpertInnen über Bildungswege informiert, die zum Berufswunsch führen.

Ja, aber…

… die allermeisten jungen Menschen wissen aber überhaupt nicht was sie können, wollen und mögen. Das verwundert nicht, solange die Potenzial- und Zielentwicklung nicht in den Curricula der Schulen vorkommt. (… aber das ist ein anderes Thema).

Wer heutzutage aus der Schule kommt, wird mit einem noch nie dagewesenen Angebot an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten konfrontiert. Aktuell gibt es nach Aussage der deutschen Hochschulkonferenz in Deutschland insgesamt 9792 Studienmöglichkeiten (grundständig) und 8124 Studienmöglichkeiten (weiterführend) an 402 Hochschulen in 173 Orten. Hinzu kommen laut Arbeitsagentur rund 500 Ausbildungsberufe.

Wie soll ich bei dieser Auswahl wissen, was das Richtige für mich ist?

Mein Tipp:
2.) Schau Dir Dein Leben an und überlege dir, wie du dein Leben gestaltest, welche Erfahrungen du gemacht hast und was dir wichtig ist.
3.) Finde heraus, was (unabhängig von Schulnoten) deine Stärken und Talente sind  und welche Eigenschaften zu Dir gehören.
4.) Reflektiere über deine Interessen und über alles, was dir Freude bringt.
5.) Entwickle deine Ziele, deine Landkarte und deinen persönlichen Kompass
und vor allem
1.) finde eine/n guten Coach, der dich bei diesem weichenstellenden Prozess begleitet oder besuche einen Workshop zur Berufsorientierung. Angebote in Berlin findest du unter www.dialogzentrum-berlin.de.

Wer sich rechtzeitig und schulbegleitend mit dem Thema Berufsorientierung findet hier interessante Informationen zur ProfilPASS-Beratung ab Klasse 7.